11. Runde NPO-Blogparade beschäftigt sich mit dem Soziosponsoring
Die Fragstellung lautet:
“Ist es ebenso kleinen (lokalen/regionalen) NPOs möglich, Partnerschaften in Formen des Soziosponsorings einzugehen oder ist dies eher eine Sponsoringform, welche den großen NPOs vorbehalten ist?”
Aus meiner subjektiv persönlichen Sicht ist es relativ schwierig Firmen dazu zu bewegen, mit kleineren NPOs Partnerschaften einzugehen, die zu einem nachhaltigen (dauerhaften) Sponsoring führen. Dafür scheint es mir zwei Gründe zu geben. Auf der einen Seite verfügen die kleinen NPOs nicht über das notwendige Wissen, wie man vorgeht, um mit Firmen dauerhafte Partnerschaften einzugehen. Zum anderen, so meine persönliche Erfahrung, sind die Firmen eher bereit kleinere NPOs bei klar definierten Einzelprojekten, mit einmaligen Beträgen, zu unterstützen. Dies mag Gründe darin haben, dass ein Einzelprojekt in der regionalen Presse besser dargestellt wird, als die kontinuierliche Arbeit einer kleineren NPO. Schlagzeilen verkaufen sich eben besser als Berichte, auch wenn es aktuelle Tagesthemen geht. Hinzu kommt sicher noch, dass der Bekanntheitsgrad kleinerer NPOs in den seltensten Fällen so hoch ist, dass er als “Werbefläche” Verwendung finden könnte. Damit sich sowohl für die Firma als auch für eine kleine NPO eine Win-Win-Situation ergibt, die ich als unabdingbar ansehe, müssen zunächst auf der Seite der NPO gewisse Voraussetzungen geschaffen werden. Damit werde ich mich im Folgenden beschäftigen:
Voraussetzungen bei dem kleineren NPO
Es muss eine klare Organisation, eine definierte Ziele und Strategien sowie eine erkennbare Zuordnung von Aufgaben zu Personen vorhanden sein,
Ständige und professionelle Öffentlichkeitsarbeit, sowohl als Printmedium und auch im Internet sind heute unabdingbar. Weniger ist hier oft mehr, was nutzt ein umfangreiches Druckerzeugnis, wenn sowohl Inhalt als auch Layout erkennen lassen, dass hier “Amateure” gewerkelt haben. Gleiches gilt auch für den Auftritt im Internet.
Solide Grundkenntnisse über Fundraising und Sponsoring, ergänzt um praktische Erfahrung wäre natürlich optimal, und Wissen wie Firmen eigentlich funktionieren, sind unerläßliche Voraussetzungen.
Posted in Allgemein
20. Okt. 2009 um 22:23
[...] Herbert Schmidt (wueDesign) betrachtet, ähnlich wie Henner-Fehr, unterschiedliche Größenrelationen von Unternehmen und NPOs als eher hinderlich. Er schöpft hierbei aus seinem eigenen Erfahrungsschatz und führt an, dass große Unternehmen allenfalls gewillt seien, kleinere NPOs bei kar definierten Einzelprojekten zu unterstützen, da hier die mediale Aufmerksamkeit höher bewertet werden würde, denn bei einem dauerhaftem Engagement. [...]