NPO- Blogparade Nr. 7: Gibt es eine eigene Web 2.0-Marketingstrategie für Nonprofit-Organisationen?

17. Apr. 2009 von Herbert Schmidt

Meine Sicht ……
ich engagiere mich nur für kleine, eher kleinste NPO’s und möchte/kann eben nur aus dieser Sicht die Frage beleuchten.
Ob es nun eine eigene Web 2.0-Marketingstrategie für NPO‘s gibt oder nicht, ist für mich nicht von so entscheidender Bedeutung.
Wichtig scheint mir jedoch die Feststellung zu sein, dass jede, noch so kleine NPO, für sich eine Strategie haben bzw. entwickeln muss, wie sie die klassischen Aufgaben des Marketings (Marktforschung und Umfeldanalyse, Zielformulierung, Strategiefestlegung, Marketing-Mix und Marketing-Controlling) für die eigene Organisation nutzen will.
Ohne ein auf die Organisationsgröße angepasstes Marketing geht es aus meiner subjektiven Sicht einfach nicht. Vieles würde dem Zufall überlassen bleiben.
Das man sich dabei der etablierten Regeln des Marketing bedient und nach “good practice” sucht ist für mich eigentlich selbstverständlich

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2 Antworten

  1. Günter Bressau

    Hallo Herbert,
    vielen Dank für Deine Sichtweise zu meiner Frage (http://bresgun.wordpress.com/2009/04/16/npo-blogparade-nr-7-gibt-es-eine-eigene-web-20-marketingstrategie-fur-nonprofit-organisationen/). Genau: es gilt, eine durchdachte Marketing-Strategie zu entwickeln, für kleinere Organisationen ebenso wie für große NPO-Konzerne - allerdings dem Rahmen und den Möglichkeiten entsprechend angepasst. Soweit kann ich zustimmen. Web 2.0-Marketing unterscheidet sich allerdings vom klassischen Marketing und ist aus meiner Sicht nicht bloß Teilmenge davon: während über das klassische Marketing versucht wird, “sämtliche Unternehmensaktivitäten an den Bedürfnissen gegenwärtiger und potentieller Kunden” auszurichten und der Kunde (Partner, Stakeholder etc.) dann wiederum entsprechend bearbeitet werden soll, um ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder zu finanzieren, wird im Web 2.0-Marketing der Nutzer auf vielfältige Weise eingebunden, er entwickelt möglicherweise die von ihm gewünschten Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen selbst. Diese Unterscheidung macht Web 2.0-Marketing zu einem durchaus großen Aufgabenfeld, das über einen Marketing-Mix hinaus geht. Insofern besteht für mich nicht die Frage, ob NPOs neben einer Marketingorientierung auch Web 2.0-aktiv werden sollen - ich sehe Web 2.0-Marketing als die große Chance für NPOs jedweder Größe an, über die Vernetzung mit für sie wichtigen Nutzern, über echte Partizipation ihrer Anspruchsgruppen und über interaktive Unternehmenskommunikation mit vergleichsweise geringen Ressourcen deutliche Wettbewerbsvorteile zu generieren. Und diese Chance können auch NPOs nutzen, die bisher nicht im klassischen Sinne umfangreiche Marketing-Strategien entwickelt haben.

  2. Auswertung der 7. Runde der NPO-Blogparade – NPO-Marketingstrategien im Web 2.0 « bresgun

    [...] Herbert Schmidt ist grundsätzlich der Ansicht, dass NPOs grundsätzlich über Marketingstrategien verfügen müssen – ungeachtet der Größe der Organisation. Die Ausgestaltung muss sich natürlich an den Mitteln und den Zielen bzw. der Zielgruppe orientieren, wobei ich ihm uneingeschränkt beipflichte. Allerdings sehe ich deutliche Unterschiede vom Web 2.0-Marketing zum klassischen Marketing: Wege und Methoden sind ohne große Budgets von kleinen wie von großen Organisationen gleichermaßen umzusetzen und die gesteckten Ziele auch ohne große Marketingerfahrungen viel eher zu erreichen als noch vor kurzem. Markenpositionierung kann über Vernetzung geschehen, und das muss – siehe die wachsende Blogparade – außer Zeit und persönlichem Einsatz – nicht viel kosten, verlangt aber die Bereitschaft zu strategischem Denken. [...]